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Rebeccas Tagebuch

Wichtige Information
Rebeccas Tagebuch
ist eine Komponente im Lösungsbuch zu Resident Evil Zero von Bradygames. Der Text zum Tagebuch wurde von Dan Birlew, dem Author des Buches, geschrieben und nicht Capcom Japan. Somit kann man diesen Text als Nicht-Kanon bezeichnen.

  23. Juli 1998

Ich bin so aufgeregt. Es ist meine erste Mission als Sanitäter im Bravo-Team der S.T.A.R.S.. Ich hoffe, dass ich meinen neuen Kollegen eine Hilfe sein werde. Aber unsere erste Mission ist beunruhigend. Mörder wandern frei durch den Wald? Nun, vielleicht können wir das Rätsel lösen und der Öffentlichkeit dadurch ebenfalls helfen. Wir haben ein zerstörtes Fahrzeug und tote Soldaten gefunden. Ich frage mich, ob es eine gute Idee von Captain Marini war, das wir uns alle trennen sollten?

Wenn es hier in den Wäldern wirklich einen entflohenen Sträfling gibt, dann können wir ihn unmöglich alleine stellen. Moment mal, was ist das da hinter den Bäumen? Ist das ein Zug? Warum steht dieser Zug hier mitten im Wald? Nun, wenn wir den Fall lösen wollen, müssen wir das ganze untersuchen, was einigen Mut erfordern wird.

Ich weiß nicht, wie viele Kilometer wir in diesem Albtraum-Zug nun gefahren sind oder warum die Passagiere sich in Monster verwandelt und uns angegriffen haben. Ich bin froh, dass der entflohene Sträfling namens Billy Coen sich bereit erklärt hat, mit mir zusammen zu arbeiten. Gerade noch rechtzeitig konnten wir die Notbremse aktivieren. Dadurch rettete er unsere Leben, aber gleichzeitig sind wir auch irgendwo in einem Gebäude gelandet, umgeben von verwesenden Dämonen. Ich frage mich, wie es meinen Kollegen aus dem Bravo-Team geht? Werde ich sie je wiedersehen? Und was ist mit dem verurteilten Leutnant...

Kann ich ihm wirklich vertrauen und auf ihm zählen, obwohl er so viele unschuldige Menschen getötet hat, selbst wenn er der einzige Mensch in dieser verzweifelten Situation ist, der mir beisteht?

Stunden sind vergangen und wir haben immer noch keinen Weg aus dieser Fabrik gefunden. Was zum Teufel hat Umbrella hier getan an diesem unheilvollem Ort? Das sieht mir nicht wie ein Trainingsgelände für neue Auszubildene aus, sondern eher wie ein Haus des unaussprechbaren Horrors, ich meine, warum gibt es überall Sicherheitsverriegelungen, Geheimgänge und Fallen? Je mehr Leute ich treffe, die einst zur Untersuchungseinheit von Umbrella gehörten und nun Zombies sind, desto mehr Angst habe ich. Wie zur Hölle sollen wir hier lebend wieder rauskommen, wenn selbst die Angestellten von Umbrella es nicht geschafft haben?

Leutnant Cohen hat sich in jeder Situation als hilfreich herausgestellt. Ich werde nie den Moment vergessen, wo mich dieses Ding mit seinem Klauen gefangen hielt und Billy sein Leben für mich riskiert hat. Wie konnte er so viele Menschen töten? Es muss sich um einen Fehler handeln, dem ich unbedingt nachgehen sollte. Vorher jedoch muss ich herausfinden, was es mit dem mysteriösen Dr. Marcus auf sich hat. Ist er damals wirklich verschwunden oder ist er nach all den Jahren immer noch hier?

Und wieder hat mir der Mann das Leben gerettet, der für mich ein Mysterium ist. Ich sollte meine Vorurteile vergessen und ihm vertrauen, denn Billy ist jemand, der loyal ist und sich um mich kümmert. Es ist bedauerlich, das er von der Justiz als Verbrecher abgestempelt wurde, denn er würde sich sehr gut als S.T.A.R.S.-Offizier machen. Wir haben nebenbei auch einen Schlüssel gefunden, der uns weiter nach oben bringen sollte, damit wir neue Gebiete erforschen und einen Weg hier raus finden können.

Endlich können wir das Trainingsgelände verlassen. Die Waffen die wir gefunden haben sind zwar schwer und unkomfortabel zu schleppen, aber es ist besser als nichts. Jetzt haben wir zwar einen verfluchten Ort verlassen, aber dafür stehen wir bereits vor dem nächsten merkwürdigen Gebäude. Welche Verbindung gibt es zwischen einem Trainingsgelände von Umbrella und einer Kirche? Hoffentlich gibt es keine Verbindung, aber hier ist nichts so, wie es scheint. Alles hier wirkt wie ein unnatürlicher Albtraum, der aber leider wahr geworden ist.

Auch wenn es hoffnungslos erscheint, so hoffe ich, das Billy den Angriff überlebt hat und das ich ihn am Ende der Straßenbahnschienen finden werde. Persönlich versuche ich mehr Waffen zu finden, allerdings ist es in punkto Flucht nicht so einfach, wie ich gedacht habe. Ich muss erstmal tief durchatmen, auch wenn es mir schwer fällt, immerhin hat mir ein armer, toter Mann etwas hinterlassen, was ich genauer anschauen werde. Billy muss am Leben sein! Er muss einfach...

Immer noch kein Zeichen von Billy. Die Begegnung mit dem riesigen "Zombie" hat mich nur noch mehr verwirrt. Billy muss irgendwo gefangen sein, wahrscheinlich irgendwo auf den unteren Ebenen der Anlage. Aber wie tief geht diese Anlage eigentlich?

Erfreulicherweise habe ich den Captain wieder getroffen, aber ich konnte nichts gegen seine Angst unternehmen. Irgendetwas schlimmes wird passieren und wenn ich mich nicht beeile, wird es zu spät sein, um es aufzuhalten.

 


 
Letzte Änderung: 02.06.2019 - 13:27:39 von Ravensnake | von Sander Cohen | Drucken